Kartoffeln / Erdäpfel

Alles wichtige über Kartoffeln pflanzen, pflegen und eine reiche Ernte. Und warum die dümmsten Bauern eigentlich die dicksten Kartoffeln haben…

  • Solanum tuberosum  – Nachschattengewächse
  • Vor der Pflanzung vorkeimen lassen

Standort

Sonnig

Aussaat Freiland

Ende April bis Mitte Mai

Topfanbau

möglich

Ernte

Mitte September – Oktober

Blühende Kartoffelpflanze

Blühende Kartoffelpflanze

Die Kartoffel ist vor allem für Einsteiger im Gemüseanbau eine sehr dankbare Pflanze. Man pflanzt eine Knolle in den Boden und erntet im Spätsommer eine ganze Schüssel voller Kartoffeln. Dazu gibt es eine große Vielfalt an Sorten. Es ist nur zu empfehlen einfach mal etwas neues auszuprobieren. Saatkartoffeln gibt es in verschiedenen Farben von gelb bis lila und in vielen Formen und Geschmacksarten zu kaufen.

Anzucht und Auspflanzung der Kartoffelpflanzen

Bevor Sie die Knollen auspflanzen, ziehen Sie diese bitte vor. Sie können jedoch auch bereis vorgezogene Saatkartoffeln kaufen. Dafür legen Sie die Knollen am besten in den Keller. Sollten Sie keinen Keller haben, ist auch einen Keimen bei Zimmertemperatur möglich. Die Knollen bilden nach einiger Zeit Triebe aus. Wenn diese ca. 1 cm lang sind, setzen Sie diese ca. 10 cm tief, mit den Triebspitzen nach oben in die Erde ein. Das Auspflanzen ist ab Ende April möglich. Lassen Sie genügend Abstand zwischen den Pflanzreihen. Zu empfehlen sind in den Reihen ca. 30 cm und zwischen den Reihen ca. 50 cm. Dieses Vorziehen der Knolle reduziert die Gefahr, dass die Kartoffelpflanze an Krautfäule erkrankt.

Bodenbeschaffenheit und Düngung

Kartoffeln mögen gut mit Kompost oder Mist gedüngte Böden. Zuviel düngen sollte man jedoch nicht, da sonst der Stickstoffgehalt im Boden zu hoch ist und dadurch die Kartoffelpflanze krankeitsanfälliger wird. Im Vergleich zu anderen Pflanzen benötigen Kartoffelpflanzen nicht besonders viel Wasser. Sind sie jedoch im Topf angepflanzt muss etwas mehr gegossen werden, sonst reicht ein Bewässern in besonders trockenen Zeiträumen aus. Die Kartoffelpflanzen sollte nur von unten bewässert werden.

Ernte

Nach drei bis vier Monaten sind die Kartoffeln erntereif. Nach der Blüte bildet die Kartoffelpflanze die Knollen richtig aus. Die Ernte gelingt am besten zwei Wochen nach dem Absterben des Krautes. Das ist je nach Sorte (Früh- bis Spätkartoffel), meist im September der Fall.  Danach können die Knollen aus der Erde gesammelt werden. Es gibt auch spezielle Töpfe, die durch anheben einen Blick auf die Knollen zulassen und auch eine Teilernte ermöglichen, zu kaufen. Dies ist ein wirkliches hilfreiches Zubehör für den Kartoffelanbau.

Kartoffelernte

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Saat – und Pflanzkartoffeln und Speisekartoffeln?

Saat -und Pflanzkartoffeln sind nur zwei verschiedene Begriffe für das Gleiche. Natürlich ist es möglich aus Speisekartoffeln Saatgut zu gewinnen, der Unterschied ist jedoch, dass nur  Saatkartoffeln bzw. Pflanzkartoffeln auf Krankheitserreger überprüft werden müssen. Werden Kartoffeln immer wieder vermehrt, sammeln sich Krankheitserreger an und die Produktivität lässt nach. Sie sollten also für den Anbau Saatkartoffeln kaufen.

Was kann ich gegen die Schnecken auf meinen Kartoffeln machen? Gibt es Schneckenresistente Saat bzw. Pflanzkartoffeln?

Wenn Sie einen Garten oder ein Feld haben in dem sehr viele Schnecken vorkommen, ist die besten Lösung  Pflanzkartoffeln bzw. Saatkartoffeln zu verwenden die Schnecken nicht so mögen, d.h. sogenannte Schneckenresistente Sorten. Das sind z.B. die Estima, die Formost, Kestrel, Romana etc.

Kann man eine Kartoffel teilen bzw. äugeln und dadurch mehr Saatgut gewinnen? Kann ich eine Saatkartoffel verjüngen?

Ja, das ist möglich. Man kann die Knolle teilen bzw. äugeln. Darunter versteht man das durchschneiden der Kartoffel, so dass jeweils Kartoffelstücke mit Augen d.h. mit Trieben überbleiben. Es kann auch dichter um das Auge herum geschnitten werden. Dies hat neben der Vervielfältigung noch einen weiteren Vorteil. Wenn die Kartoffel schon mehrfach ausgesät, geerntet und dann wieder daraus Saatgut gewonnen wurde, degeneriert die Kartoffel. Durch das teilen bzw. äugeln, wird die Knolle verjüngt.

Die Blätter meiner Kartoffelpflanze haben braune oder graue Flecken, was kann das sein?

Dabei handelt es sich vermutlich um die Krautfäule. Auf der Unterseite der Blätter finden sich Schimmelflecken. Das kann zum Absterben der ganzen Pflanze führen. Diese Pilzerkrankung war für die große Hungerskatastrophe in Irland 1740-1741 verantwortlich. Die Knollenfäule dagegen tritt meist erst während der Lagerung auf.

Ursächlich ist Feuchtigkeit. Bei trockenen Wetter tritt die Krankheit nicht auf. Bisher gibt es leider keinen resistenten Pflanzen, aber es gibt Sorten die resistenter sind als andere Sorten.

Vorbeugende Maßnahmen sind:

  • Saatkartoffeln kaufen.
  • Pflanzen nicht zu dicht zusammen pflanzen
  • Kupferhaltige Fungizide verwenden
  • Kartoffeln unter einem Dach anbauen
  • Im folgenden Jahr nicht die gleiche Erde verwenden oder die Pflanze am gleichen Ort pflanzen
  • Sorten wählen die resistenter gegen Krautfäule sind als andere

Wo kann man Saatkartoffeln kaufen?

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Worauf achten beim Saatkartoffeln kaufen?

 

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