Tomatenhaus

Die Wohlfühloase für gesunde Tomatenpflanzen

Viele Gärtner freuen sich das ganze Jahr über darauf, endlich ihre Tomaten in Hülle und Fülle zu ernten.

Durch die Witterungseinflüsse im Freien sind Tomatenpflanzen jedoch anfällig für Krankheiten. Ein Tomatenhaus sorgt für gesunde Pflanzen und zahlreiche Früchte über viele Wochen.

 

tomatenhaus
Tomatenpflanzen in einem Tomatenhaus

Wie kann ich meine Tomatenpflanzen schützen?

Mit einem Anbau unter Dach oder Folie werden

  • Krankheiten verhindert und
  • der Ertrag gesteigert

Nasses Laub fördert Tomatenkrankheiten

Bei Tomatenpflanzen treten häufig verschiedene Pilzerkrankungen und Viruserkrankungen auf. Durch einen Anbau unter Dach und damit einem Schutz vor Regen können sich diese aber vermeiden lassen. Eine häufige Ursache für den Befall der Pflanze mit verschiedenen Krankheiten, sind nämlich nasse Blätter.

Durch ein Tomatenhaus kann vor folgenden, häufige auftretenden Krankheiten geschützt werden:

Die Kraut- und Braunfäule kann in Jahren mit viel Regen, innerhalb kurzer Zeit zum Absterben der Tomatenpflanze führen. Der Pilz benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn die Blätter nass sind, kann er sich innerhalb von wenigen Stunden bilden und vermehren.

Krankheitsbild:

  • Grau-grüne Flecken auf den Blättern, Früchte mit braunen Flecken

Nach dem Befall:

  • Vertrocknen der Blätter bei trockenem Wetter
  • Verfaulen der Blätter bei nassem Wetter
  • Gestörte Kalziumaufnahme der Pflanze
  • Tritt bei heißem, trockenem Wetter und nachfolgend starkem Regen oder starker Bewässerung auf

Krankheitsbild:

  • Tomatenfrüchte sind am Fruchtende braun und eingesunken.

Durch ein Tomatenhaus kann gleichmäßig bewässert werden, was die Blütenendfäule verhindern kann.

Die Samtfleckenkrankheit tritt überwiegend bei hoher Luftfeuchtigkeit und nassen Blättern auf

Krankheitsbild:

  • Erst gelbe und dann von innen braune Flecken auf den Blättern
  • Blattunterseite mit grünlichen bis bräunlichen Pilz besiedelt

 Verschiedene Tomatenhäuser – Welche Tomatenhäuser gibt es?

Es gibt verschiedene Tomatenhäuser, mit denen sich die Tomaten vor Regen schützen lassen. Dazu zählt ein kleines Tomatenhaus aus Folie, ein Foliengewächshaus oder ein Gewächshaus mit Glas- oder Kunststoffverglasung (als Tomatenhaus oder größeres Gewächshaus).

Für viele Hobbygärtner ist ein Tomatenhaus aus Folie, teils auch Tomatenzelt genannt, durchaus geeignet. Dieses günstige und platzsparende Tomatenhaus ist eine echte Alternative zum Gewächshaus oder einem größeren Folienhaus.

Tomatenhaus aus Folie

Wann ist ein Tomatenhaus aus Folie das Richtige?

Suchen Sie nach einem Tomatenhaus, das eine der folgenden Eigenschaften erfüllt?

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Günstige Alternative zum Gewächshaus

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Platzsparende Lösung zum Schutz vor Witterung

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Schnell zu errichtenden Schutz für den Sommer

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Leichter Auf- und Abbau

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Verwendung auch am Balkon möglich

Dann ist ein kleines Tomatenhaus aus Folie das Richtige für Sie.

Tomatenhaus mit Folie
Tomatenhaus aus Folie mit Auberginen bepflanzt

Vorteile und Nachteile Tomatenhaus aus Folie

Ein Tomatenhaus (Tomatenzelt)  aus Folie lässt sich selber bauen oder im Handel erwerben. Dort gibt es Tomatenhäuser als Komplettset die bereits mit einem Gestänge aus Aluminium oder Stahl und einer Folie geliefert werden.

Häufig sind diese auch mit Einlegeböden ausgestattet, um für die Anzucht verwendet zu werden. Dort können dann kleinere Töpfe auf mehreren Etagen plaziert werden. Diese Böden können nach Bedarf entfernt werden, um größeren Pflanzen Platz zu bieten.

Vorteile eines kleinen Foliengewächshauses für Tomaten

  • Schützt die Pflanzen vor Wind, Regen, starker Sonneneinstrahlung und Frost
  • Leichte Montage innerhalb weniger Minuten
  • Platzsparend
  • Kann sowohl im Freiland als auch am Balkon, Terrasse oder im Haus verwendet werden
  • Sehr günstig in der Anschaffung (ab ca. 30 Euro erhältlich)
  • Kein Fundament notwendig

Nachteile eines kleinen Foliengewächshauses für Tomaten

  • Nicht sehr stabil
  • Sollte windgeschützt aufgestellt werden
  • Folie muss, je nach Qualität, nach einigen Jahren ausgetauscht werden
  • Geringere Isolierung im Vergleich zum Gewächshaus (eine Beheizung im Winter ist deshalb nicht möglich)
  • Folie lässt sich schwieriger reinigen als ein Glas- oder Kunststoffgewächshaus

Kaufkriterien – Worauf sollte ich beim Kauf  eines Tomatenhauses aus Folie achten?

Witterungsbeständige Rohre

Achten Sie auf witterungsbeständige Rohre, damit sie über viele Jahre etwas davon haben.

Witterungsbeständig sind Rohre aus Eisen oder Aluminium die z.B. verzinkt oder beschichtet sind.

Gute Folienqualität

Für den Hobbyanbau werden in Komplettsets zusammen mit einem Rahmen zumeist Folien mit einer Qualität von 140 g/qm angeboten. Dabei handelt es sich um eine solide Qualität.

Generell gilt, umso höher das Gewicht, desto besser die Qualität.

Kaufen Sie die Folie ohne einen Rahmen ist die Auswahl größer. Dann können Sie auch Folien mit einer höheren Qualität oder eine UV-Beständigkeits-Garantie über einen bestimmten Zeitraum wählen.

Schutz vor Regen und Schnee

Damit die Pflanzen geschützt sind ist es wichtig, dass Wasser und Schnee gut abfließen können.

Sammelt sich Wasser oder Schnee auf dem Dach, kann dieses ins Innere sickern oder das Dach gibt unter der Last nach.

Um dies zu vermeiden haben sich schräge Dächer bewährt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Folienhaus so konstruiert ist, dass Wasser und Schnee abfließen kann.

Innenklima

Regelmäßiges Lüften, vor allem an heißen Tagen, schützt die Pflanzen vor Bakterien- und Schimmelbefall aufgrund zu hoher Temperaturen und Kondenswasser.

Wählen Sie ein Tomatenzelt das eine gute Belüftungsmöglichkeit bietet. Bei einigen Tomatenhäusern können neben der Türe auch Seitenteile geöffnet werden.

Gesamtpaket - Alles in einem

Wenn Sie ein Gesamtpaket eines Folienhauses kaufen möchten, dann achten Sie auf Vollständigkeit. Damit Sie sich nicht im Baumarkt noch weiteres Zubehör besorgen müssen, sollte dem Paket folgendes beigefügt sein:

  • ein Rahmen
  • eine passende Folie sowie
  • Befestigungsmaterial, d.h. das Material für die Befestigung der Folie am Rahmen sowie Haken für die Befestigung des Folienhauses am Boden.

Meine Kaufempfehlung

Tomatenhaus aus Folie

Kurz und Knapp

Welche Kaufkriterien würde ich beachten?

  • Witterungsbeständige Rohre
  • Gute Folienqualität
  • Schutz vor Regen und Schnee (schräges Dach)
  • Belüftungsmöglichkeit
  • Gesamtpaket (Rohre, Folie, Befestigung Folie und Bodenhaken)

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Qualitätskriterien und Unterschiede Folie

Welche Folie ist für mein Tomatenhaus geeignet. Welche Unterschiede gibt es?

Folie Transparent auf Tomatenhaus
Transparente Folie 0.15mm
Folie grün auf Foliengewächshaus
Grüne Folie auf Foliengewächshaus
Foliendicke/Gewicht der Folie

Im Hobbyanbau findet sich zumeist bei der Produktbeschreibung nur eine Angabe zum Gewicht der Folie (g/qm). Diese Angabe steht für die Dicke der Folie und damit auch für die Qualität.

Generell gilt je höher das Gewicht, desto qualitativ hochwertiger die Folie.

Zumeist werden Tomatenhäuser mit einer Folienstärke von 140 g/qm angeboten. Diese bieten eine solide Qualität und sind günstig in der Anschaffung. Dagegen können Folien mit sehr guter Qualität und einer Garantie über die UV-Beständigkeit für mehrere Jahre, zumeist nur separat ohne ein Metallgestell und über den Fachhandel für professionellen Erwerbsanbau, bezogen werden.

Färbung

Wo ist der Unterschied zwischen einer grünen und einer transparenten Folie?

Sowohl eine grüne als auch eine transparente Folie, lassen ausreichend Licht für das Wachstum der Pflanzen durch. Eine transparente Folie ist jedoch lichtdurchlässiger. Dies ist im Frühjahr und Herbst von Vorteil. Im Hochsommer dagegen kann bei einer transparenten Folie, je nach Pflanzen und Standort,  eine zusätzliche Beschattung benötigt werden.

Gitterfolie
Häufig sind Folien mit einem Gitter verstärkt. Dadurch wird die Folie robuster, langlebiger und reißfester. Diese Folien sind sowohl in grün als auch in transparent erhältlich.

Tomatenhaus selber bauen

Möchten Sie lieber ein Tomatenhaus selber bauen und dieses dann mit Folie oder einem Dach aus Holz überdachen?

Mit etwas handwerklichem Geschick, ist dies relativ einfach umzusetzen.

Dafür legt man einen Rahmen aus Kanthölzern an. Für die Befestigung im Boden können Erdspieße verwendet werden. Dann wird der Rahmen mit einem Dach aus Holz ausgestattet oder mit Folie überzogen. 

Tipps für eine lange Lebensdauer der Folie

Reinigen der Folie

Nach und nach bilden sich Ablagerungen auf der Folie. Diese Ablagerungen aus dem Wasser, der Luft und Algen hinterlassen einen Schmutzfilm. Dieser wirkt sich negativ auf die Lichtdurchlässigkeit und damit auf das Wachstum der Pflanzen aus. Für die Reinigung verwenden Sie am besten nur warmes Wasser oder ein mildes Reinigungsmittel, damit die Folie nicht angegriffen wird.

Kleine Schäden früh beseitigen

Ausbessern kleiner Schäden z.B. Risse durch Wind (nicht bei einem UV-Schaden und einer Auflösung der Folie anwenden) sollten Sie möglichst zügig durchführen. Kleben Sie einen Streifen wasserdichtes transparentes Klebeband über den Riss. Sollte es sich bei den Schäden jedoch, um das beginnende Auflösen der Folie aufgrund eines UV-Schadens handeln, können Sie dies nicht ausbessern. Dann wird die Anschaffung einer neuen Folie notwendig.

Umweltschutz – Verantwortungsvoller Umgang mit Folie

tomatenhausfolie und umweltschutz

Zwei Dinge gibt es in Sachen Umweltschutz und Folie zu beachten

  1. Lebensdauer der Folie – Lieber eine höhere Lebensdauer wählen
  2. Folie mit UV-Schaden frühzeitig richtig entsorgen

Nach einigen Jahren (Die Haltbarkeit ist von der Qualität der Folie abhängig), wird sich ein UV-Schaden an der Folie zeigen. Die Oberfläche verliert ihre Struktur und wird bröselig. Die Folie löst sich nach und nach auf und zerfällt.

Zügiger Austausch einer Folie mit UV-Schaden verhindert Mikroplastik in der Umwelt

Zeigt sich ein UV-Schaden an der Folie, ist es wichtig diese dem Recyclingkreislauf zuzuführen und geeignet zu entsorgen. Sind erste Schäden an der Folie erkennbar, sollte diese sehr zügig ausgetauscht werden. Folien bestehen aus Kunststoff, die aus fossilen Stoffen hergestellt werden. Bei ihrem Zerfall kann auch Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Zögern Sie deshalb nicht und tauschen Sie die Folie frühzeitig aus!

Häufig gestellte Fragen Tomatenhaus

Wann muss man das Tomatenhaus zum Lüften öffnen?

Regelmäßiges Lüften, vor allem an heißen Tagen, schützt die Pflanzen vor Bakterien- und Schimmelbefall.

Extrem hohe Temperaturen im Inneren müssen vermieden werden. Steigt die Temperatur über 28 Grad, ist das Wachstum der Pflanze bereits eingeschränkt. Bei noch höheren Temperaturen ab 35 Grad kann die Pflanze ernsthaften Schaden nehmen.

Bei hohen Temperaturen und Sonnenschein steigt die Temperatur im Inneren schnell an. Die optimale Wachstumstemperatur von Tomaten liegt bei 23 bis 25 Grad. Am besten verwenden Sie ein Thermometer im Folienhaus, um die optimale Temperatur nicht zu überschreiten.

Wie hoch sollte ein Tomatenhaus sein?

Tomaten werden, je nach Sorte, bis zu 2 Meter hoch.

Zumeist ist jedoch ein Wachstum von 2 Meter bei einer Pflanze bereits zu viel, da die Energie in das Wachstum und nicht in die Früchte gesteckt wird. Deshalb sollte man solche Pflanzen in der Höhe kappen. Dies regt die Fruchtbildung an.

Ein Tomatenhaus (Tomatenzelt) sollte mindestens 1,80 Meter hoch sein.

Welche Seite vom Tomatenhaus muss man zum Lüften öffnen?

Kleinere Tomatenhäuser aus Folie haben zumeist nur eine Öffnung zum Lüften. Meist handelt es sich dabei um die Vorderseite. Stellen Sie das Tomatenzelt so auf, dass die Öffnung nicht zur Wetterseite zeigt, damit es im Tomatenhaus trocken bleibt und es nicht hineinregnet. Gibt es mehrere Öffnungen dann lüften Sie entgegen der Wetterseite.

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